Dünn, knusprig und herrlich herzhaft: Flammkuchen Elsässer Art ist ein echter Klassiker und dabei ganz unkompliziert zubereitet. Der dünne Teig kommt ganz ohne Hefe aus und wird klassisch mit Crème fraîche, Zwiebeln und Speck belegt. Bei hoher Temperatur gebacken wird der Boden wunderbar knusprig, während der Belag schön cremig bleibt
Zutaten für 2 grosse Flammkuchen
Für den Teig:
- 300 g Weissmehl
- 150 ml lauwarmes Wasser
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL Salz
Für den Belag:
- 250 g Crème fraîche
- 1–2 EL Sahne, falls nötig
- Salz
- schwarzer Pfeffer
- etwas Muskatnuss
- 2 mittelgrosse Zwiebeln
- 150–180 g Speckwürfel oder Speckstreifen
💡 Hinweis
- Der klassische Flammkuchenteig enthält keine Hefe und muss deshalb nicht aufgehen
- Den Teig möglichst dünn ausrollen, damit er beim Backen schön knusprig wird
- Falls die Crème fraîche sehr fest ist, mit 1–2 EL Sahne cremig rühren
- Beim Würzen mit Salz sparsam sein, da der Speck bereits ziemlich salzig ist
- Besonders knusprig wird der Flammkuchen auf einem bereits vorgeheizten Backblech, Pizzastein oder Backstahl
Zubereitung
- Mehl, Wasser und Olivenöl in eine Schüssel geben und kurz miteinander verkneten
- Wenn gleichzeitig eine babyfreundliche Variante zubereitet werden soll, jetzt eine kleine Portion Teig abnehmen und separat ohne Salz fertig kneten
- Zum restlichen Teig das Salz geben und alles mehrere Minuten zu einem glatten und geschmeidigen Teig verkneten
- Beide Teige abdecken und etwa 20–30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen, damit sie sich anschliessend leichter dünn ausrollen lassen
- Währenddessen den Backofen auf die höchstmögliche Temperatur vorheizen, idealerweise auf 250–270 °C Ober-/Unterhitze
- Das Backblech direkt mit in den Ofen geben und ebenfalls gut vorheizen
- Die Zwiebeln schälen, halbieren und in sehr feine Ringe oder Streifen schneiden
- Crème fraîche in einer Schüssel glatt rühren und bei Bedarf 1–2 EL Sahne dazugeben
- Mit wenig Salz, schwarzem Pfeffer und etwas Muskatnuss würzen
- Den grossen Teig in zwei gleich grosse Portionen teilen
- Jede Teighälfte auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche möglichst dünn, etwa 1–2 mm dick, oval oder rechteckig ausrollen
- Den ausgerollten Teig auf ein Stück Backpapier legen
- Die Hälfte der Crème fraîche dünn auf dem Teig verstreichen und dabei einen kleinen Rand frei lassen
- Die Hälfte der Zwiebeln und des Specks gleichmässig darauf verteilen
- Das heisse Backblech vorsichtig aus dem Ofen nehmen und den Flammkuchen zusammen mit dem Backpapier auf das heisse Blech ziehen
- Je nach Backofentemperatur etwa 7–12 Minuten backen, bis der Rand goldbraun und knusprig ist
- Mit dem zweiten Flammkuchen gleich verfahren
- Direkt aus dem Ofen servieren
Babyfreundliche Variante 👶🏻
Für Babys und kleine Kinder lässt sich aus demselben Grundrezept ganz einfach ein kleiner Flammkuchen zubereiten. Dafür wie oben beschrieben vor der Zugabe des Salzes eine kleine Portion Teig abnehmen und separat fertig kneten.
Für die Babyportion kein zusätzliches Salz verwenden und auf Speck verzichten, da dieser sehr salzig ist. Auch bei Käse und anderen Zutaten möglichst milde und wenig gesalzene Varianten wählen. Pfeffer und Muskatnuss dürfen in kleinen Mengen grundsätzlich verwendet werden. Für die Babyportion würde ich beides jedoch nur sehr sparsam einsetzen oder ganz weglassen, damit der Geschmack schön mild bleibt.
Geeignete Kombinationen sind beispielsweise:
- Crème fraîche mit fein gehobelter Zucchini und etwas Mozzarella
- Crème fraîche mit weich gegartem und klein geschnittenem Brokkoli
- Crème fraîche mit weich gegartem Kürbis
- Crème fraîche mit Zucchini und gut durchgegartem Poulet
- Ricotta mit mildem Gemüse wie Zucchini, Kürbis oder Brokkoli
- Crème fraîche mit sehr fein geschnittenen Zwiebeln und Zucchini
Den babyfreundlichen Flammkuchen nicht zu dunkel oder zu knusprig backen. Je nach Alter kann der weichere belegte Teil in passende Stücke geschnitten oder der Flammkuchen in gut greifbaren Streifen angeboten werden
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Herkunft
Flammkuchen – auf Französisch Tarte flambée und im Elsass (Frankreich) auch Flammekueche genannt – stammt aus dem Elsass und den angrenzenden Regionen. Ursprünglich wurde ein dünnes Stück Brotteig verwendet, um die Temperatur des Holzofens zu überprüfen, bevor das eigentliche Brot gebacken wurde. War der Ofen heiss genug, war der dünne Teig innerhalb weniger Minuten fertig. Daraus entwickelte sich mit der Zeit der heute bekannte Flammkuchen. Die klassische Elsässer Variante wird mit einer cremigen Basis, fein geschnittenen Zwiebeln und Speck belegt und bei sehr hoher Temperatur knusprig gebacken
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