Spinatwähe mit Speck

Veröffentlicht am 18. Oktober 2026 um 16:45

 

Diese Spinatwähe ist herrlich unkompliziert, wunderbar cremig und mit wenigen Zutaten zubereitet. Ich verwende dafür besonders gerne tiefgekühlten Rahmspinat, Speckwürfeli, Zwiebeln und Knoblauch. Ein zusätzlicher Eierguss oder Käse ist bei dieser Variante nicht nötig. Alternativ lässt sich die Wähe auch mit frischem oder tiefgekühltem Spinat und etwas Rahm zubereiten. Perfekt für ein einfaches Mittag- oder Abendessen mit der ganzen Familie.

 

Zutaten für 4 Personen

Für eine runde Wähenform von ca. 28–30 cm Durchmesser

  • 1 runder Kuchenteig
  • 500–600 g TK-Rahmspinat
  • 150 g Speckwürfeli
  • 1 Zwiebel
  • 1–2 Knoblauchzehen
  • Pfeffer
  • Optional etwas Muskatnuss

 

Alternative mit Spinat und Rahm

  • Statt TK-Rahmspinat 500–600 g TK-Blattspinat oder frischen Spinat verwenden
  • Zusätzlich 1–1,5 dl Vollrahm

 

Zutaten für ein grosses Backblech

Für ca. 6 Personen

  • 2 rechteckige Kuchenteige
  • 1'000–1'200 g TK-Rahmspinat
  • 250–300 g Speckwürfeli
  • 2 Zwiebeln
  • 3–4 Knoblauchzehen
  • Pfeffer
  • Optional etwas Muskatnuss

Alternativ 1'000–1'200 g TK-Blattspinat oder frischen Spinat und ca. 2–3 dl Vollrahm verwenden

💡 Hinweise

  • Für einen besonders knusprigen Boden am besten ein Lochblech oder eine gelochte Wähenform verwenden
  • Für ein grosses Backblech reichen auch 900 g Rahmspinat, allerdings wird die Wähe dadurch etwas dünner

 

Zubereitung

  • Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen
  • Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken
  • Die Speckwürfeli in einer grossen Bratpfanne ohne zusätzliches Fett anbraten
  • Die Zwiebeln hinzufügen und einige Minuten mitbraten, bis sie glasig sind
  • Den Knoblauch dazugeben und kurz mitdünsten
  • Den tiefgekühlten Rahmspinat direkt in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren vollständig auftauen und erwärmen
  • Die Spinatmischung einige Minuten offen köcheln lassen, damit überschüssige Flüssigkeit verdampft und die Füllung schön cremig wird
  • Mit Pfeffer und nach Belieben etwas Muskatnuss würzen – zusätzliches Salz ist normalerweise nicht nötig, da der Speck bereits genügend Würze mitbringt
  • Den Kuchenteig in die Wähenform legen, den Rand leicht andrücken und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen
  • Die Spinat-Speck-Mischung gleichmässig auf dem Kuchenteig verteilen
  • Die Wähe auf der untersten Ofenrille etwa 30–35 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und knusprig ist
  • Vor dem Anschneiden einige Minuten ruhen lassen

 

Zubereitung mit TK-Blattspinat oder frischem Spinat

  • Den frischen Spinat gründlich waschen und nach Belieben etwas kleiner schneiden
  • Den TK-Blattspinat direkt zur Speck-Zwiebel-Mischung geben und vollständig auftauen lassen oder den frischen Spinat hinzufügen und zusammenfallen lassen
  • Überschüssige Flüssigkeit verdampfen lassen, anschliessend den Vollrahm hinzufügen und einige Minuten cremig einkochen
  • Die Spinatmischung wie beschrieben würzen und auf dem Kuchenteig verteilen
  • Anschliessend wie gewohnt backen

 

Zubereitung auf einem grossen Backblech

  • Die Zutaten entsprechend den Mengen für das grosse Backblech vorbereiten
  • Die beiden rechteckigen Kuchenteige nebeneinander auf dem Backblech auslegen, an den Übergängen leicht überlappen lassen und gut zusammendrücken
  • Den Teig am Rand leicht hochziehen und den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen
  • Wenn ein dafür geeignetes Lochblech verwendet wird, kann der Kuchenteig direkt ohne Backpapier daraufgelegt werden, damit der Boden besonders knusprig wird
  • Die vorbereitete Spinat-Speck-Mischung gleichmässig auf dem Teig verteilen
  • Bei 200 °C Ober-/Unterhitze auf der untersten Ofenrille etwa 35–40 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und der Boden vollständig durchgebacken ist

Babyfreundliche Variante 👶🏻

Auch für Babys lässt sich eine kleine Spinatwähe zubereiten. Dafür verwende ich frischen oder ungewürzten tiefgekühlten Blattspinat. Auf Speck verzichte ich, da dieser sehr salzig ist und sich aufgrund seines Salz- und Pökelsalzgehalts nicht für Babys eignet

  • Etwas frischen oder tiefgekühlten Blattspinat separat zubereiten
  • Den Spinat je nach Alter und Essentwicklung des Babys fein schneiden oder hacken
  • Nach Belieben etwas Vollrahm hinzufügen, alternativ kann auch nur Spinat verwendet werden
  • Fein gehackte Zwiebeln und etwas Knoblauch können mitgegart werden
  • Auf Speck und zusätzliches Salz verzichten
  • Die Füllung auf etwas ungesalzenem Kuchenteig verteilen und als kleine Mini-Wähe vollständig durchbacken
  • Vor dem Servieren ausreichend abkühlen lassen und in altersgerechte Stücke schneiden

 

Wichtig zu wissen: Spinat und Nitrat bei Babys

Spinat enthält von Natur aus relativ viel Nitrat. Daraus kann unter ungünstigen Bedingungen Nitrit entstehen, das insbesondere bei jungen Säuglingen die Sauerstoffversorgung beeinträchtigen kann. Ab dem 7. Lebensmonat ist nitratreiches Gemüse weniger problematisch und darf gelegentlich auf dem Speiseplan stehen

  • Wie oft? Spinat am besten nur gelegentlich anbieten, beispielsweise einmal pro Woche, und mit anderen Gemüsesorten abwechseln
  • Wie viel? Kleine Mengen reichen aus, beispielsweise ein paar Esslöffel als Bestandteil einer Mahlzeit. Eine allgemein gültige Grammgrenze gibt es nicht

 

Hier geht es zum Rezeptvideo auf Instagram

 

 

Herkunft

Wähen gehören zur traditionellen Schweizer Küche und werden sowohl süss als auch herzhaft zubereitet. Besonders in der Deutschschweiz sind Gemüsewähen sehr beliebt. Je nach Rezept werden herzhafte Wähen zusätzlich mit einem Eier-Rahm-Guss oder Käse zubereitet. Wir lieben jedoch genau diese unkomplizierte Variante mit cremigem Spinat, Speck, Zwiebeln und Knoblauch – ganz ohne Ei und Käse.


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