Onigiri sind japanische Reisdreiecke, die traditionell unterschiedlich gefüllt werden. Sie eignen sich perfekt als Snack, zum Mitnehmen oder als leichte Mahlzeit. Ich zeige euch drei leckere Varianten: klassisch mit Nori, mit japanischem Furikake-Gewürz und als knusprig gebratene Yaki Onigiri.
Meine Lieblingsfüllung besteht aus einer cremigen Thunfisch-Mayo-Mischung, die nach Belieben mit etwas Sriracha verfeinert werden kann. Natürlich könnt ihr die Füllung ganz nach eurem Geschmack variieren – auch vegetarisch oder vegan!
Zutaten für 9 Onigiri
Für den Reis:
- 300 g Sushi-Reis
- 300 ml Wasser (je nach Reissorte und Packungsangabe)
- 4 EL Reisessig
- 2 EL Zucker
- ½ TL Salz
Für die Thunfischfüllung:
- 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft (ca. 130–150 g Abtropfgewicht)
- 2–3 EL Mayonnaise
- Salz nach Geschmack
- Etwas Sriracha nach Belieben
Für die drei Varianten:
- 2–3 Nori-Blätter
- Furikake (japanisches Streugewürz)
- Alternativ weisser oder schwarzer Sesam
- Sojasauce zum Bestreichen
- Etwas neutrales Öl zum Anbraten
- Etwas Mayonnaise zum Garnieren (optional)
💡 Hinweise
- Verwendet Sushi-Reis oder einen anderen japanischen Rundkornreis, da dieser ausreichend klebrig ist und die Onigiri dadurch ihre Form behalten
- Mit leicht angefeuchteten Händen lässt sich der Reis besser formen, ohne an den Fingern zu kleben
- Für besonders gleichmässige Dreiecke könnt ihr eine spezielle Onigiri-Form verwenden
- Onigiri lassen sich nach Lust und Laune füllen, auch vegetarisch oder vegan. Weitere Füllideen findet ihr weiter unten im Rezept. Für vegane Varianten beispielsweise Tofu oder Gemüse verwenden und bei Bedarf vegane Mayonnaise einsetzen
- Furikake ist ein japanisches Streugewürz, das häufig Sesam und getrocknete Algen wie Nori enthält. Je nach Sorte können aber auch Fischflocken, Fleischpulver oder andere tierische Bestandteile enthalten sein. Achtet deshalb beim Kauf auf die Zutatenliste, insbesondere wenn ihr euch vegetarisch oder vegan ernährt
- Furikake findet ihr in Asialäden, teilweise in grösseren Supermärkten oder online. Alternativ könnt ihr auch gerösteten Sesam verwenden
- Onigiri schmecken am besten frisch zubereitet. Zur Aufbewahrung rasch abkühlen lassen, im Kühlschrank lagern und möglichst innerhalb von 24 Stunden verzehren
Zubereitung
Reis vorbereiten
- Den Sushi-Reis mehrmals mit kaltem Wasser waschen, bis das Wasser weitgehend klar ist
- Den Reis anschliessend etwa 20–30 Minuten in frischem Wasser einweichen und danach gut abtropfen lassen
- Mit 300 ml Wasser in einen Topf geben und zugedeckt aufkochen
- Sobald das Wasser kocht, die Hitze auf eine niedrige Stufe reduzieren (bei einem Herd mit 9 Stufen etwa Stufe 2–3) und den Reis zugedeckt etwa 12–15 Minuten sanft garen, bis das Wasser vollständig aufgenommen wurde. Den Deckel währenddessen möglichst nicht anheben
- Den Topf vom Herd nehmen und den Reis weitere 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen
- Reisessig, Zucker und Salz miteinander verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Falls nötig, die Mischung leicht erwärmen
- Die Essigmischung vorsichtig unter den Reis heben und diesen etwas abkühlen lassen, bis er lauwarm ist
Thunfischfüllung zubereiten
- Den Thunfisch gut abtropfen lassen und in eine Schüssel geben
- Mit der Mayonnaise vermischen, bis eine cremige Masse entsteht
- Nach Geschmack mit etwas Salz abschmecken
- Wer es gerne etwas schärfer mag, kann zusätzlich etwas Sriracha unterrühren
Onigiri formen
- Die Hände leicht mit Wasser befeuchten
- Eine Portion Reis in die Handfläche geben und in der Mitte eine kleine Mulde formen
- Etwa 2–3 TL der Thunfischfüllung hineingeben
- Mit etwas zusätzlichem Reis bedecken und vorsichtig zu einem kompakten Dreieck formen
- Darauf achten, dass die Füllung vollständig vom Reis umschlossen ist
- Mit dem restlichen Reis und der Füllung genauso verfahren
Variante 1: Klassische Onigiri mit Nori
- Die Nori-Blätter in passende Streifen schneiden
- Einen Nori-Streifen um die untere Hälfte jedes Onigiri legen
- Leicht andrücken, damit das Nori am Reis haftet
- Am besten direkt servieren, solange das Nori noch knusprig ist
Variante 2: Onigiri mit Furikake oder Sesam
- Etwas Furikake auf einen flachen Teller geben
- Die Ecken beziehungsweise Seiten der fertig geformten Onigiri vorsichtig im Furikake wenden
- Leicht andrücken, damit das Gewürz gut am Reis haftet
- Alternativ weissen oder schwarzen Sesam in einer Pfanne ohne Öl leicht anrösten und die Seiten der Onigiri darin wenden
- Direkt servieren
Variante 3: Yaki Onigiri – knusprig gebraten
Das japanische Wort «Yaki» bedeutet gegrillt oder gebraten. Traditionell werden Yaki Onigiri auf einem Grill zubereitet, aber auch in der Pfanne gelingen sie wunderbar und sind im Alltag deutlich einfacher zuzubereiten. Durch das Anbraten und die Sojasauce entsteht eine besonders aromatische, knusprige Kruste.
- Die fertig geformten Onigiri vor dem Anbraten vollständig und zügig abkühlen lassen, damit sie etwas fester werden und beim Wenden nicht so leicht auseinanderfallen
- Etwas neutrales Öl in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze (etwa Stufe 5–6 von 9) erwärmen
- Die Onigiri vorsichtig hineingeben und auf beiden Seiten jeweils etwa 3–4 Minuten goldbraun und knusprig anbraten
- Die Hitze etwas reduzieren und die Oberflächen mit wenig Sojasauce bestreichen. Achtung: Wenn die flüssige Sojasauce mit dem heissen Öl in Berührung kommt, kann es spritzen. Deshalb vorsichtig arbeiten und die Pfanne zum Bestreichen gegebenenfalls kurz vom Herd nehmen
- Die Onigiri anschliessend nochmals kurz auf beiden Seiten anbraten, bis sich eine aromatische Kruste bildet
- Bei Bedarf nochmals dünn mit Sojasauce bestreichen, dabei darauf achten, dass diese nicht anbrennt
- Die Yaki Onigiri warm servieren
Zum Garnieren:
-
Wer möchte, kann zum Schluss noch einen kleinen Klecks Mayonnaise auf die Spitze der fertigen Onigiri tupfen
Weitere Füllideen
Bei der Füllung sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt! Ob mit Fisch, Fleisch, vegetarisch oder vegan – erlaubt ist, was schmeckt. Hier ein paar Ideen zur Inspiration.
Mit Fisch oder Fleisch:
- Lachs mit Mayonnaise und Frühlingszwiebeln
- Geräucherter Lachs mit Frischkäse
- Poulet mit Teriyaki-Sauce
- Thunfisch mit Avocado und etwas Sriracha
Vegetarische Varianten:
- Avocado mit Frischkäse und Sesam
- Gurke mit Frischkäse und Schnittlauch
- Rührei mit Mayonnaise
- Gebratene Champignons mit etwas Sojasauce
Vegane Varianten:
- Zerdrückte Edamame mit Sesamöl und Sojasauce
- Gebratener Tofu mit veganer Teriyaki-Sauce
- Avocado mit Gurke und Sesam
- Gebratene Pilze mit Knoblauch und Sojasauce
- Gemüse mit veganer Mayonnaise und etwas Sriracha
Achtet darauf, dass die Füllungen möglichst wenig Flüssigkeit enthalten, damit sich die Onigiri gut formen lassen und nicht auseinanderfallen.
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Herkunft
Onigiri stammen ursprünglich aus Japan und gehören dort seit Jahrhunderten zur traditionellen Alltagsküche. Die handlichen Reisdreiecke sind besonders als Snack, Bestandteil einer Bento-Box oder als kleine Mahlzeit beliebt.
Klassische Onigiri werden häufig mit gesalzenem Reis und verschiedenen Füllungen zubereitet. Im Gegensatz zu Sushi wird der Reis traditionell nicht mit Reisessig gewürzt. In dieser Variante sorgt die Essigmischung jedoch für einen zusätzlichen Geschmack.
Yaki Onigiri sind eine beliebte Abwandlung, bei der die Reisdreiecke gegrillt oder gebraten und häufig mit Sojasauce bestrichen werden. Dadurch entsteht eine knusprige, aromatische Kruste.
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